Dorothee Graf-Schwehr

Dorothee Graf-Schwehr

Unterrichtsbereiche

  • Klavier (Fachbereichsleiterin)

Ausbildung

  • zahlreiche Preise bei „Jugend musiziert” und den Wettbewerben des Tonkünstlerverbandes
  • Diplomstudium Hauptfach Klavier bei den Professoren Robert-Alexander Bohnke, Elza Kolodin und Robert Levin an der Musikhochschule Freiburg
  • künstlerisches Aufbaustudium (Konzertreife) bei Robert Levin
  • internationale Meisterkurse bei György Sebok und John Perry

Künstlerische und pädagogische Tätigkeiten

  • von 1989 bis 1992 Lehrauftrag für Klavier und Klaviermethodik an der Musikhochschule Freiburg
  • seit 1993 Klavierlehrerin an der Städtischen Musikschule Müllheim
  • seit 2000 Fachbereichsleiterin der Fachgruppe Tasteninstrumente
  • Konzerttätigkeit mit Schwerpunkt Klavierduo
  • CD-Aufnahmen
  • Jurorin bei Jugend musiziert
  • Autorin der Klavierschule Klaviergarten gemeinsam mit Irene Vogt-Kluge & Jutta Schwarting
    (Edition Conbrio 2011)
  • gibt bundesweit Fortbildungsseminare für Klavierpädagogen

Zu meinem Unterricht

Mein persönliches Motto: Klavierunterricht mit Herz und Verstand

Als ich im Alter von 15 Jahren meine ersten Schüler unterrichtete, hatte mich schon damals eine Begeisterung gepackt, die mich bis heute nicht losgelassen hat. So wurde ein wunderschöner Beruf daraus, bei dem ich täglich aufs Neue belohnt werde, z.B.

  • durch ein strahlendes Kindergesicht und den Satz: „Ich freue mich schon auf nächste Woche.“
  • durch Schüler, die nicht nur „Tasten drücken“, sondern sich an den Tasten ausdrücken
  • durch erfolgreich gemeisterte Vorspiel- oder Prüfungssituationen
  • wenn ein Schüler nach einer Krise wieder spürt, wie wichtig ihm die Musik ist
  • wenn die meisten Schüler bis zu ihrem Schulabschluss bei mir bleiben, so dass ich miterleben darf, wie aus einem „kleinen Wildfang“ eine reife Persönlichkeit wird (nicht nur in musikalischer Hinsicht)

Frühförderung ab 4 Jahren

Die steigende Nachfrage nach einem frühen Beginn des Instrumentalunterrichts stellt Klavierpädagogen vor besondere, oft ungewohnte Herausforderungen, denn der Unterricht mit Vier- bis Fünfjährigen erfordert eine spezielle Methodik, die den entwicklungspsychologischen Voraussetzungen dieser Altersgruppe gerecht wird. Nur in Ausnahmefällen ist es sinnvoll, Kinder dieses Alters wie Schulkinder zu unterrichten. Daher haben meine Freiburger Kolleginnen Irene Vogt-Kluge und Jutta Schwarting und ich ein neues Unterrichtskonzept entwickelt, welches Prinzipien der Elementaren Musikpädagogik mit denen eines qualifizierten Klavierunterrichts verbindet. Erschienen ist unser „Klaviergarten“ 2011 bei Edition Conbrio. Seither erhalten wir bundesweit Einladungen, unser Konzept in Fortbildungsseminaren vorzustellen.

Anfangsunterricht

Unabhängig vom Alter bevorzuge ich häufig einen Einstieg ohne Noten. Dies hat unschätzbare Vorteile, z.B.:

  • spielerischer Einstieg ohne „Verkopfung“
  • Einbeziehung des ganzen Klaviers von Anfang an (alle Lagen/Tonarten, Pedale, Innenraum). Dies wäre zum Notieren viel zu kompliziert.
  • genügend Raum für eigene musikalische Ideen/Improvisationen
  • mehr Aufmerksamkeit für die Wahrnehmung von Bewegungsabläufen und Körpergefühl
  • intensive Schulung des Gehörs. Dies ist beim Klavier besonders wichtig, weil dieses Instrument mit seinen „fertigen“ Tönen leicht dazu verführt, nur mit Augen und Fingern zu spielen, ohne wirklich zuzuhören.
  • Liedspiel nach Gehör trainiert das musikalische Gedächtnis und bildet so die Grundlage für späteres müheloses Auswendigspielen.
  • selbsterfundene Begleitungen stärken das Gefühl für Takt, Rhythmus und Harmonie.

Unterricht mit Fortgeschrittenen

Neben dem von Beginn an systematischen Aufbau einer fundierten Klaviertechnik rückt das Kennenlernen und Erarbeiten der Klavierliteratur in ihrer ganzen stilistischen Bandbreite (von Barock bis Moderne) in den Mittelpunkt. Dabei ist mir das Hinführen zu künstlerischem Ausdruck besonders wichtig, unterstützt von Gehörbildung und Musiktheorie. Je nach Interessenlage des Schülers beziehe ich auch Jazz- und Popstücke in den Unterricht mit ein.

Gemeinsames Musizieren

ist von Anfang an ein wichtiger Bestandteil meines Unterrichts, zunächst in Form von Vierhändigspiel mit mir, den Eltern/Geschwistern oder anderen Schülern. Später suche ich für meine Schüler passende Kammermusikpartner aus anderen Instrumentalklassen, gerne auch für Vorspiele oder Wettbewerbe.

Vorspiele

Ich führe regelmäßig Klassenvorspiele durch, bei denen jeder Schüler unabhängig von Alter und Leistungsstand die Möglichkeit erhält, positive Auftrittserfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus organisiere ich auch klassenübergreifende Vorspiele für den gesamten Fachbereich, z.B. die beliebten Familienkonzerte. Außerdem wirken meine Schüler regelmäßig bei Semesterkonzerten und musikalischen Umrahmungen mit.

Wettbewerbe

Im Laufe der Jahre haben sich meine Schüler unzählige Preise bei Sparkassenwettbewerb und Jugend musiziert erspielt. Meistens entstand daraus ein enormer Motivations- und Leistungsschub. Bei entsprechender Begabung und Leistungsbereitschaft sehe ich die Teilnahme an Wettbewerben als sinnvolle Herausforderung an. Dass man auch ohne Drill Bundespreisträger werden kann, haben mehrere meiner Schüler eindrucksvoll bewiesen.

Abitur- und Studienvorbereitung

Bisher wurden alle meine Schüler, die am Klavier das fachpraktische Abitur abgelegt haben, mit Höchstpunktzahl bewertet. Darüber hinaus haben mehrere meiner Schüler nach erfolgreich bestandener Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule den Weg des Berufsmusikers eingeschlagen.